Politik

Zahl der Abschiebungen in Deutschland sinkt erstmals seit fünf Jahren

Die Zahl der Abschiebungen in Deutschland ist erstmals seit fünf Jahren gesunken. Beweggründe sind unter anderem der Ukraine-Krieg und geänderte Asylverfahren.

vonNina Müller12. Juni 20261 Min Lesezeit

Die Zahl der Abschiebungen in Deutschland ist im Jahr 2023 erstmals seit fünf Jahren gesunken. Nach Angaben des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF) wurden bis zum September nur etwa 15.000 Menschen abgeschoben. Dies stellt einen Rückgang von rund 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr dar. Zu den Faktoren, die zu diesem Rückgang beigetragen haben, zählt unter anderem die anhaltende humanitäre Krise in der Ukraine, die die Bundesregierung dazu veranlasst hat, bestimmte Asylverfahren zu priorisieren und den Schutz von geflüchteten Menschen in Deutschland zu stärken.

Zusätzlich beeinflussen geänderte rechtliche Rahmenbedingungen die Abschiebepraxis. Die gesunkene Zahl der Abschiebungen wird auch auf die Herausforderungen zurückgeführt, mit denen die Behörden beim Vollzug von Rückführungen konfrontiert sind. In vielen Fällen ist die Identitätsfeststellung schwierig, insbesondere wenn die Betroffenen aus Kriegsgebieten kommen. Die Kombination aus humanitären Überlegungen und logistischen Hindernissen steht im Mittelpunkt der aktuellen Debatte über die Asylpolitik in Deutschland, die zunehmend von internationalen Konflikten geprägt ist.

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